Studienlage zu Rotlichttherapie
Studien zu den Effekten von Rotlicht und Nahinfrarotlicht auf den menschlichen Körper
Hautstraffung und ästhetische Effekte (Hautstruktur, Kollagen, Falten)
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Wunsch & Matuschka (2014) – Prospektive randomisierte kontrollierte Studie, 136 Freiwillige: Zwei NIR-Lichtspektren (570–850 nm vs. 611–650 nm, großflächige LED-Anwendung) wurden 30× (über 15 Wochen) vs. einer Kontrollgruppe getestet. Ergebnis: Beide behandelten Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen der Hautbeschaffenheit (Teint, Hautgefühl), reduzierte Faltenrauigkeit (Profilometrie) und erhöhte Kollagendichte in der Dermis (Ultraschall) im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle. Fazit: NIR-Photobiomodulation erwies sich als sichere, effektive Methode zur Hautverjüngung mit intradermaler Kollagenzunahme; ein breiteres Spektrum (570–850 nm) bot dabei keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber rein rotem Licht.
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Nam et al. (2017) – Doppelblinde randomisierte Studie, 52 Probandinnen: Tägliche Gesichtsbehandlung über 12 Wochen entweder mit rein rotem LED-Licht (660 nm) oder “weißem” Breitband-LED-Licht (411–777 nm, umfasst Teile des NIR). Beide Gruppen zeigten nach 12 Wochen eine signifikante Reduktion periokularer Falten (Replika-Abdruck-Messung) gegenüber dem Ausgangswert Zwischen rot vs. breitband gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede (rot tendierte zu etwas stärkerer Verbesserung); beide wurden gut vertragen. Fazit: Low-Level-Light-Therapie mit 660 nm oder breitem 411–777 nm-Spektrum führt zu messbarer Faltenreduktion. Rotes Licht könnte leicht effektivere Ergebnisse erzielen, stellt aber insgesamt wie NIR eine sichere, nicht-invasive Behandlung für Falten dar.
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Goldberg et al. (2006) – Kontrollierte Studie, 36 Patient:innen mit Hautalterung: Neun LED-Behandlungen über 5 Wochen mit einer Kombination aus 633 nm (rot) + 830 nm (NIR). Zwölf Wochen nach der letzten Sitzung zeigte die profilometrische Analyse eine signifikante Reduktion von Falten. Die Mehrheit der Probanden berichtete über verbesserte Hautweichheit, Glätte und Festigkeit. Elektronenmikroskopisch wurden dickere Kollagenfasern in Hautbiopsien nach der LED-Therapie nachgewiesen. Fazit: Kombinierte rote und NIR-LED-Belichtung kann photogeschädigte Haut sichtbar verbessern, indem sie Falten mindert und die Kollagenstruktur der Haut stärkt.
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Li et al. (2021) – Präklinische Studie (Fibroblastenkultur & Hautexplantate): Menschliche dermale Fibroblasten sowie ex vivo Hautstücke wurden täglich mit einer Kombination aus 640 nm Rotlicht + 830 nm NIR-LED (0,5 mW/cm², 10 min) bestrahlt. In Zellkulturen führte dies zu einer signifikanten Hochregulation der Kollagen- und Elastinbildung: Die Genexpression von Kollagen I/III (COL1A1, COL3A1), Elastin (ELN) und Lysyloxidase (LOXL1) stieg deutlich an, ebenso die Produktion von Prokollagen I- und Elastin-Protein. Auch in Hautgewebeschnitten fanden sich erhöhte Kollagen-III- und elastische Fasern mit mehr Vernetzungen; zudem wurde ein Anstieg der ATP-Produktion in Fibroblasten gemessen. Fazit: Die Kombination aus rotem und nahinfrarotem Licht stimulierte nachweislich die Kollagen- und Elastinbildung (anti-aging Effekt) und unterstreicht das Potenzial von NIR zur Verbesserung einer gealterten Hautstruktur.
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